Viele Menschen sind heute nicht mehr in der Lage zu fühlen. Sie nehmen ihre Gefühle nicht wahr. Gefühle werden unterdrückt weil man sie ja nicht fühlen darf. Wer kennt ihn nicht den Satz – Eigenlob stinkt? Aber ist es wirklich so? Darf ich mich selbst nicht loben? Darf ich nicht stolz auf mich sein, wenn mir etwas gut gelungen ist? Es ist mir so peinlich, ich habe in der Öffentlichkeit geweint. Warum ist uns dies peinlich? Warum können wir Tränen und Trauer nicht zulassen?
Gefühle wahrnehmen und zulassen kann man trainieren. Dr. Claude Steiner hat dazu ein Konzept entwickelt welches ich 2007 kennen lernen durfte.
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Montag, 20. Januar 2014
Emotionale Intelligenz
Sonntag, 19. Mai 2013
Das nervt
Der gesamte Körper fühlt sich krank an. Das Herz schmerzt (körperlich). Dazu rheumatische Muskelempfindungen. Dann immer Pillen fressen müssen, um einschlafen zu können.
Jahrelang habe ich Raubbau an meinem Körper betrieben. Nicht nur die Knie sind verschlissen (wie letztens ein Arzt bemerkte); jetzt bin ich alt - mit 44...
Mittwoch, 12. September 2012
Lieber Schlaf,
Sonntag, 2. September 2012
Eine Lektion über Geduld
Bitte nehme Dir etwas Zeit für diese schöne, kleine Lektion über Geduld.
Dies schrieb ein New Yorker Taxifahrer:
Ich wurde zu einer Adresse hinbestellt und wie gewöhnlich hupte ich, als ich ankam. Doch kein Fahrgast erschien. Ich hupte erneut. Nichts. Noch einmal. Nichts. Meine Schicht war fast zu Ende, dies sollte meine letzte Fahrt sein. Es wäre leicht gewesen einfach wieder wegzufahren. Ich entschied mich jedoch dagegen, parkte den Wagen und ging zur Haustür. Kaum hatte ich geklopft, hörte ich eine alte gebrechliche Stimme sagen "Bitte, einen Augenblick noch!"
Durch die Tür hörte ich, dass offensichtlich etwas über den Hausboden geschleift wurde.
Es verging eine Weile bis sich endlich die Tür öffnete. Vor mir stand eine kleine alte Dame, bestimmt 90 Jahre alt. Sie trug ein mit Blümchen bedrucktes Kleid und einen dieser Pillbox Hütte mit Schleier, die man früher immer getragen hat. Ihre gesamte Erscheinung sah so aus, als wäre sie aus einem Film der 1940 Jahre entsprungen. In ihrer Hand hielt sie einen kleinen Nylon Koffer. Da die Tür offen war, konnte ich nun auch in die Wohnung spinksen. Die Wohnung sah aus als hätte hier über Jahre niemand mehr gelebt. Alle Möbel waren mit Tüchern abgedeckt. Die Wände waren völlig leer - keine Uhren hingen dort. Die Wohnung war fast komplett leer - kein Nippes, kein Geschirr auf der Spüle, nur hinten der Ecke sah ich etwas. Einen Karton, der wohl mit Photos und irgendwelchen Glas-Skulpturen bepackt war.
"Bitte, junger Mann, tragen sie mir meinen Koffer zum Wagen?" sagte sie. Ich nahm den Koffer und packte ihn in den Kofferraum. Ich ging zurück zur alten Dame um ihr beim Gang zum Auto ein wenig zu helfen. Sie nahm meinen Arm und wir gingen gemeinsam in Richtung Bürgersteig, zum Auto.
Sie bedankte sich für meine Hilfsbereitschaft.
"Es sei nicht Rede wert" antwortete ich ihr, "Ich behandle meine Fahrgäste schlicht genauso, wie ich auch meine Mutter behandeln würde!"
"Oh, sie sind wirklich ein vorbildlicher junger Mann." erwiderte sie.
Als die Dame in meinem Taxi platzt genommen hatte gab sie mir die Zieladresse, gefolgt von der Frage, ob wir denn nicht durch die Innenstadt fahren könnten.
"Nun, das ist aber nicht der kürzeste Weg, eigentlich sogar ein erheblicher Umweg."gab ich zu bedenken.
"Oh, ich habe nichts dagegen ", sagte sie. "Ich bin nicht in Eile. Ich bin auf dem Weg in ein Hospiz."
"Ein Hospiz?" schoss es mir durch den Kopf. Scheiße, Mann! Dort werden doch sterbenskranke Menschen versorgt und beim Sterben begleitet. Ich schaute in den Rückspiegel, schaute mir die Dame noch einmal an.
"Ich hinterlasse keine Familie" fuhr sie mit sanfter Stimme fort. "Der Arzt sagt, ich habe nicht mehr sehr lange."
Ich schaltete das Taxameter aus. "Welchen Weg soll ich nehmen?" fragte ich.
Für die nächsten zwei Stunden fuhren wir einfach durch die Stadt. Sie zeigte mir das Hotel, indem sie einst an der Rezeption gearbeitet hatte. Wir fuhren zu den unterschiedlichsten Orten. Sie zeigte das Haus indem sie und ihr verstorbener Mann gelebt hatten als sie noch "ein junges, wildes Paar" waren. Sie zeigte mir ein modernes neues Möbelhaus, dass früher "ein angesagter Schuppen" zum Tanzen war. Als junges Mädchen habe sie dort oft das Tanzbein geschwungen.
An manchen Gebäuden und Straßen bat sie mich besonders langsam zu fahren. Sie sagte dann nichts. Sie schaute dann einfach nur aus dem Fenster und schien mit ihren Gedanken noch einmal auf eine Reise zu gehen. Hinter dem Horizont kamen die ersten Sonnenstrahlen. Waren wir tatsächlich die ganze Nacht durch die Stadt gefahren?
"Ich bin müde" sagte die alte Dame plötzlich. "Jetzt können wir zu meinem Ziel fahren"
Schweigend fuhren wir zur Adresse, die sie mir am Abend gegeben hatte. Das Hospiz hatte ich mir viel größer vorgestellt. Mit seiner Mini-Einfahrt wirkte es eher wie ein kleines freundliches Ferienhaus. Jedoch stürmte kein kaufwütiger Makler aus dem Gebäude sondern zwei eilende Sanitäter die, kaum hatte ich den Wagen angehalten, die Fahrgasttüre öffneten. Sie schienen sehr besorgt.
Sie mussten schon sehr lange auf die Dame gewartet haben.
Und während die alte Dame im Rollstuhl platz nahm, trug ich ihren Koffer zum Eingang des Hospiz'.
"Wie viel bekommen sie von mir für die Fahrt?" fragte sie, während sie in ihrer Handtasche kramte.
"Nichts", sagte ich.
"Sie müssen doch ihren Lebensunterhalt verdienen«, antwortete sie.
"Es gibt noch andere Passagiere" erwiderte ich mit einem Lächeln.
Und ohne lange drüber nachzudenken, umarmte ich sie. Sie hielt mich ganz fest an sich.
"Sie haben einer alten Frau auf ihren letzten Meter noch ein klein wenig Freude und Glück geschenkt. Danke" sagte sie mit glasigen Augen zu mir.
Ich drückte ihre Hand, und ging ging dem trüben Sonnenaufgang entgegen … Hinter mir schloss sich die Tür des Hospiz. Es klang für mich wie der Abschluss eines Lebens.
Meine nächste Schicht hätte jetzt beginnen sollen, doch ich nahm keine neuen Fahrgäste an. Ich fuhr einfach ziellos durch die Straßen - völlig versunken in meinen Gedanken. Ich wollte weder reden, noch jemanden sehen. Was wäre gewesen, wenn die Frau an einen unfreundlichen und mies gelaunten Fahrer geraten wäre, der nur schnell seine Schicht hätte beenden wollen. Was wäre, wenn ich die Fahrt nicht angenommen hätte. Was wäre, wenn ich nach dem ersten Hupen einfach weggefahren wäre?
Wenn ich an diese Fahrt zurück denke, glaube ich dass ich noch niemals etwas Wichtigeres im Leben getan habe.
In unserem hektischen Leben, legen wir besonders viel wert auf die großen, bombastischen Momente. Größer. Schneller. Weiter.
Dabei sind es doch die kleinen Momente, die kleinen Gesten die im Leben wirklich etwas zählen.
Für diese kleinen und schönen Momente sollten wir uns wieder Zeit nehmen. Wir sollten wieder Geduld haben - und nicht sofort hupen - dann sehen wir sie auch.
Donnerstag, 1. September 2011
Taliban ade - oder: guten Morgen, alter Sack!
So, liebe Freunde der Nacht. Ich war beim Friseur und habe mir den Vollbart abrasiert (Wow! - nass und ohne zu bluten wie ein Schwein!).
Das hatte ich zwar schon länger vor, aber so richtig den Ausschlag hat gestern die Aussage einer Bekannten gegeben, als es um ein mögliches Zusammenziehen in einer WG ging, die - sinngemäß - gesagt hat: "Baah, ich zieh doch nicht zusammen mit so einem häßlichen, alten Sack in ein Haus!"
(Ihr Freund sitzt derzeit übrigens - für mehrere Jahre - im Knast).
Dass wir uns nicht falsch verstehen: ich will gar nichts von ihr (es geht mir dabei ausschließlich um die Hausnutzung, die andernfalls u.U. gar nicht möglich wäre. Und aus "technischen" Gründen müsste dort ggfls. eine Person aus Familie X mit einziehen.) Außerdem will ich Euch hier sowieso nur die Schonungslosigkeit so einer Aussage bzw. Einstellung vor Augen führen.
Mensch, ich bin 42 - und im Kopf sicher jünger als manch einer mit 25!
Dass so etwas das Selbstwertgefühl der entsprechenden Person verletzt, liegt auf der Hand, oder?
Immer wieder, in meinem ewig währenden K(r)ampf, muss ich leider feststellen, dass gerade Frauen (selbst wenn es um ein platonisches Zusammensein geht) extrem gesteigerten Wert auf einen jungen "Partner" (in welcher Form auch immer) legen, der selbstredend auch blendend aussehen muss.
*seufz*
Ich werde das wohl nie kapieren. Was ist denn schlimm daran, wenn ein intelligenter Mann, der das Herz am rechten Fleck trägt, pummelig ist - und nicht viel Geld für Kleidung oder (überhaupt keins) für teuren Elektronik-Schickscnack bzw. ein Auto hat, solange er gute Umgangsformen hat und sich pflegt??
Ich muss es mal wie die Schwaben sagen:
"I blick's net!"