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Mittwoch, 15. April 2015
Freitod
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Sonntag, 18. Januar 2015
Dextromethorphan
...kurz DXM in der Szene genannt, soll Hirnschäden verursachen.
Hoffentlich!
- wo kein Bewusstsein mehr ist, gibt es auch keinen Schmerz.
Hoffentlich!
- wo kein Bewusstsein mehr ist, gibt es auch keinen Schmerz.
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Samstag, 15. Februar 2014
Das "Seepferdchen" von Joachim Ringelnatz
Als ich noch ein Seepferdchen war,
Im vorigen Leben,
Wie war das wonnig, wunderbar
Unter Wasser zu schweben.
In den träumenden Fluten
Wogte, wie Güte, das Haar
Der zierlichsten aller Seestuten,
Die meine Geliebte war.
Wir senkten uns still oder stiegen,
Tanzten harmonisch umeinand,
Ohne Arm, ohne Bein, ohne Hand,
Wie Wolken sich in Wolken wiegen.
Sie spielte manchmal graziöses Entfliehn
Auf dass ich ihr folge, sie hasche,
Und legte mir einmal im Ansichziehn
Eierchen in die Tasche.
Sie blickte traurig und stellte sich froh,
Schnappte nach einem Wasserfloh,
Und ringelte sich
An einem Stengelchen fest und sprach so:
Ich liebe dich!
Du wieherst nicht, du äpfelst nicht,
Du trägst ein farbloses Panzerkleid
Und hast ein bekümmertes altes Gesicht,
Als wüsstest du um kommendes Leid.
Seestütchen! Schnörkelchen! Ringelnass!
Wann war wohl das?
Und wer bedauert wohl später meine restlichen Knochen?
Es ist beinahe so, dass ich weine -
Lollo hat das vertrocknete, kleine
Schmerzverkrümmte Seepferd zerbrochen.
- Joachim Ringelnatz -
Danke für den Gedankenanstoß, liebe Siegi!
Im vorigen Leben,
Wie war das wonnig, wunderbar
Unter Wasser zu schweben.
In den träumenden Fluten
Wogte, wie Güte, das Haar
Der zierlichsten aller Seestuten,
Die meine Geliebte war.
Wir senkten uns still oder stiegen,
Tanzten harmonisch umeinand,
Ohne Arm, ohne Bein, ohne Hand,
Wie Wolken sich in Wolken wiegen.
Sie spielte manchmal graziöses Entfliehn
Auf dass ich ihr folge, sie hasche,
Und legte mir einmal im Ansichziehn
Eierchen in die Tasche.
Sie blickte traurig und stellte sich froh,
Schnappte nach einem Wasserfloh,
Und ringelte sich
An einem Stengelchen fest und sprach so:
Ich liebe dich!
Du wieherst nicht, du äpfelst nicht,
Du trägst ein farbloses Panzerkleid
Und hast ein bekümmertes altes Gesicht,
Als wüsstest du um kommendes Leid.
Seestütchen! Schnörkelchen! Ringelnass!
Wann war wohl das?
Und wer bedauert wohl später meine restlichen Knochen?
Es ist beinahe so, dass ich weine -
Lollo hat das vertrocknete, kleine
Schmerzverkrümmte Seepferd zerbrochen.
- Joachim Ringelnatz -
Danke für den Gedankenanstoß, liebe Siegi!
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Sonntag, 16. September 2012
RADIKALE AKZEPTANZ: oder der Unterschied zwischen Schmerz und Leid
Der Ausdruck "Radikale Akzeptanz" beschreibt eine Haltung, die weise Menschen gegenüber unabänderlichen Dingen einnehmen. Diese durch und durch annehmende Haltung bezieht auch die eigenen Emotionen, Gedanken und Wünsche it ein.
Beispiele:
• "Ich habe Diabetes, ich werde mein Leben lang abhängig sein von Insulin, ich habe
Angst vor den späteren Folgen wie Herzinfarkt und Erblindung." So ist das.
• "Ich habe sehr harte Gewalt in meiner Kindheit erfahren, davon werde ich mein
Leben lang betroffen sein, ich werde immer wieder Bilder aus dieser Zeit sehen."
So ist das.
• "Meine Svchwester wird von meinen Eltern mehr geliebt als ich, sie ist schöner,
erfolgreicher, hat zwei Kinder und einen netten Partner. Ich hasse sie, ich war
immer schon eifersüchtig." Wenn das so ist, dann ist es so.
• "Mein Kind ist an Leukämie erkrankt, und ich weiß nicht, ob es überlebt. Ich habe
fürchterliche Angst und Sorge". So ist es.
Radikale Akzeptanz heißt, die Situation und unsere Reaktionen darauf so anzunehmen, wie sie sind, ohne dass wir sie verändern können. Die Situation ist so wie sie ist, weil sie nicht anders sein kann, sonst wäre sie anders.
Was ist der Unterschied zwischen Schmerz und Leid?
• Schmerz ist ein Teil des Lebens und kann nicht immer vermieden werden.
Im Gegenteil, manchmal müssen unangenehme Gefühle ertragen werden, da die
Situation sich nicht verändern lässt. Versuchen wir Schmerzen zu verdrängen,
leiden wir oft noch mehr darunter.
• Leid besteht aus Schmerz und dessen Nicht-Akzeptanz. Leid entsteht, wenn
Menschen an dem haften, was sie wollen und sich weigern, das anzunehmen, was
sie haben. Leid ist schwieriger zu ertragen als Schmerzen. Nur mit Hilfe von ra-
dikaler Akzeptanz kann man Leid in Schmerzen umwandeln.
Quelle: Interaktives SkillsTraining
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