Banner
Posts mit dem Label therapie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label therapie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 28. Februar 2014

Ein Artikel über Borderliner...

Aus der "Zeit" (November 2013):

Immer auf der Kippe

Zwischen Neurose und Psychose, zwischen Angst und Wahn spielt sich das Leben von Borderlinern ab. In einer Hamburger Klinik lernen sie, anderen Menschen zu vertrauen

   Artikel lesen
↵

Mittwoch, 12. September 2012

Unbreakable?

- Höhere Gewalt   oder: "aus die Maus!" -

So, hier wie quasi auf blog.de versprochen, eine kurze Erklärung zum
"Therapie-Abbruch":

Entgegen meiner bisherigen Überzeugung, dass mein Körper unverwüstlich sei, musste ich dieses Jahr erkennen, dass ich durch die Vernachlässigung desselben (Übergewicht) wohl bleibende - bzw. Verschleißschäden davontragen werde; und zwar am Knie (Miniskus). Ich war - schon während meines stationären Aufenthaltes - in der KH-Notaufnahme.
Da sich das Knie bzw. die Schmerzsituation (auch wegen fehlender Aufzüge) trotz extra angefertigter Bandage im Alexianer Krankenhaus eben nicht verbessert hatte, musste ich leider die Therapie abbrechen bzw. aussetzen. Was allerdings auch heißt, dass ich mich - sobald ich wieder körperlich fit bin - höchstwahrscheinlich erneut auf die Therapie-Warteliste setzen lassen muss. Eine genaue Diagnose, was ich nun am Knie habe (Röntgenbefund war übrigens 'negativ') - und ob schlimmstenfalls operiert werden muss, steht allerdings noch nicht fest. Für eine genauere Diagnose bzw. die "Nachbehandlung" habe ich kommenden Dienstag aber einen Termin beim Orthopäden.

BTW: Unabhängig von allem anderen werden ich mich bei uns aber mal nach einem ambulanten Psychotherapeuten, möglichst für eine Langzeittherapie, umsehen.

Freitag, 7. September 2012

Die zweite Woche in der Klinik (DBT-Therapie): 30.08 - 26.09.2012

Über meine DBT-Therapie im Alexianer Krankenhaus Aachen.

Nachdem ich meine kleine Explosion (Selbstverletzung durch Rasierklinge) von letztem Mittwoch hablwegs "verdaut" habe, scheint sich auch meine Gesamtsituation bzw. das Ankommen in der Klinik deutlich verbessert zu haben. Auch sagen meine MitapatientInnen, dass ich deutlich einfühlsamer/umgänglicher geworden sei. Vieleicht waren meine zynischen Sprüchen in den ersten Tagen auch eine Art Selbstschutz...?


DAS KNIE

Ja, das Knie macht (immer noch) Probleme. Letzten Freitag fing irgendwas im Bereich des linken Innenminiskus an zu rebellieren. Ich musste dazu ja auch in die Notaufnahme des nahe gelegenen Luisenhospitals gehen. Gebrochen ist zwar nichts, aber halt eine (ungewohnte) Überbelastung des Knies ob des hohen Gewichts. Auch sollte ich eigentlich bereits in der Notaufnahme eine Beinschiene bekommen haben. Dies war aber nicht möglich, dan keine passte, da ich leider zu dicke Oberschenkel habe.
Dies aber nur am Rande erwähnt.


Die Skills-Therapie ist interessant (man lernt nie aus), auch wenn ich vieles schon von meinem Aufenthalt im Frühjar 2006 im UKA kenne. Na ja, soll halt als eine Auffrischung verstanden werden. Das DBT-Konzept bzw. die "Grundidee" von Marsha M. Linehan ist durchaus ähnlich zu der Therapie im Uniklinikum Aachen, allerdings um einige Punkte erweitert (z.B. standardmäßige Physio und Tanz- bzw. Körpertherapie). Alles in allem macht die DBT bei den Alexianern einen deutlich besseren/kompetenteren Eindruck...(!)

Stichwort gut gilt übrigens auch fürs Essen, was für Klinikverhältnisse wirklich erstklassig ist. Übrigens wird seitens der Damen furchtbar viel genascht. Allerdings bleibe ich den multiplen "Naschangeboten" (wie übrigens alle Nas langs Kaffee und Kuchen) gegenüber standhaft, da ich ja wieder schlank werden möchte (Ihr wisst schon - um wieder animalische sexuelle Anziehungskraft auf das schöne Geschlecht zu haben... *smile*)

Was mein "Alienation" betrifft, so fühle ich mich in der Gruppe allmählich mehr als "wir" - und nicht nur als "ich".
Etwas schade ist, dass mir die Somatik (das Knie) jetzt in die Quere gekommen ist.
Am Montag soll daher auch mit dem Pflegeporsonal und Klinikleiter beraten werden, ob nicht ein vorzeitiger Abbruch - oder zumindestens eine Pausierung (falls das abrechnungstechnisch möglich ist) - notwendig sein sollte, weil der Miniskus während des doch recht komplexen Therapieangebotes nur sehr unzureichend geschont werden kann (BTW: meine Beinschiene ist heute eingetroffen).



Mittwoch, 29. August 2012

Die erste Woche in der Klinik (DBT-Therapie): 22. - 29.08.2012

Über meine DBT-Therapie im Alexianer Krankenhaus Aachen.

Mein erster Tag auf der Hermann-Josef-Station begann ängstlich, ob der Dinge, die da auf mich zukommen würden. Nun, ganz ahnungslos, was eine sog. Skills-Therapie ist, bin ich nun nicht gerade, da ich 2005 schon einmal ein ähnliches Angebot im UKA wahrgenommen hatte.

Wie gesagt, es begann ängstlich, sehr ängstlich - auch weil ich so etwas wie eine soziale Phobie habe - und es nicht gewohnt bin, zusammen mit anderen Männern ein Zimmer für die Nacht zu teilen.
Noch dazu kommt, dass die Stationsbetten direkt zum Trottoir gelegen sind (SEHR laut nachts!). Dementsprechend schlecht habe ich auch (bis heute übrigens) geschlafen.

Dann habe ich mir auch direkt am ersten Morgen beim gemeinsamen Frühstück jede Menge Feinde durch meine Einschätzung zum Schwierigkeitsgrad dieser Art der Therapie gemacht (inklusive einer dadurch getriggerten Mitpatientin). Neben kleineren Reibereien und etwas Stunk nein, ich hasse ihn !!! mit dem Zimmernachbarn (er das Engelchen aus dem Mittelstand, ich der Teufel aus der Unterschicht, sozusagen) dann - neben noch viel Leerlauf bzw. "Gammeln" (weil am Anfang wenig Therapie ist) - einige chaotische Situationen, unter anderem auch auf der Physiotherapie-Station: Da ich stark übergewichtig bin, gab es dann beim Aufsteigen auf das Trimmrad ein krachendes Geräusch. Ich: "Was war das, habe ich das jetzt kaputt gemacht?" Antwort Therapeutin: "Ja..." [no comment]
Dann später, beim Bauchtrainer ein Krampf im sog. Rectus Abdominis (wieviele Runden sollte ich als Ungebübter nochmal machen??) usw... Also Chaos pur und den halben Fitnessraum abgerissen. TOLL!

Dann starke Ressentiments auch seitens der Therapeuten und Pfleger wegen meiner nervösen, überspannten Art und meines Sarkasmus bzw. stellenweise sogar der Zynik, die ich an den Tag lege, besonders wenn ich mal den jämmerlichen Versuch starte, einen Witz zu machen. (Besonders, was Humor betrifft, kommt dort sowieso niemand auf mich klar.)

Heute, am Mittwoch, ist die Stimmung dann (auch bei mir) endgültig gekippt.

Schlussendlich habe ich dann Druck bekommen und bin in einen dissoziativen Zustand gerutscht.

Das Ende vom Lied: Ich habe mich wieder geschnitten. Morgen darf ich dann meine erste VA (=Verhaltensanalyse) schreiben.

    Gute Nacht!

Samstag, 21. April 2012

Die letzten Tage

Die letzten Tage waren geprägt von Unsicherheit und zerstörten Hoffnungen. Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen, mein neues Dasein als Tagmensch konstruktiv zu nutzen, um Arbeitstherapie oder eine Beschäftigung in einer Tagesstätte zu beginnen. Leider aber war meine Betreuerin über die Ostertage nicht da - und ich bin in ein tiefes, schwarzes Loch gefallen. Langsam, ganz langsam wurden das Zu-Bett-Gehen wieder später und die Nächte länger. Einsamkeit und "schwarze Wolken" wurden dann immer schlimmer; so lange, bis alle guten Vorsätze zerstört waren. Auch das Schneiden hat wieder angefangen...