Samstag, 14. Mai 2016
Gebirgsbach
Montag, 17. August 2015
Freund oder Feind?!
Theodor Fontane
Mittwoch, 19. Februar 2014
Eselei
»Ich bin so dumm, du bist so dumm, wir wollen sterben gehen, kumm!»
Doch wie es kommt so öfter eben: Die beiden blieben fröhlich leben.
- Christian Morgenstern -
Samstag, 15. Februar 2014
Das "Seepferdchen" von Joachim Ringelnatz
Im vorigen Leben,
Wie war das wonnig, wunderbar
Unter Wasser zu schweben.
In den träumenden Fluten
Wogte, wie Güte, das Haar
Der zierlichsten aller Seestuten,
Die meine Geliebte war.
Wir senkten uns still oder stiegen,
Tanzten harmonisch umeinand,
Ohne Arm, ohne Bein, ohne Hand,
Wie Wolken sich in Wolken wiegen.
Sie spielte manchmal graziöses Entfliehn
Auf dass ich ihr folge, sie hasche,
Und legte mir einmal im Ansichziehn
Eierchen in die Tasche.
Sie blickte traurig und stellte sich froh,
Schnappte nach einem Wasserfloh,
Und ringelte sich
An einem Stengelchen fest und sprach so:
Ich liebe dich!
Du wieherst nicht, du äpfelst nicht,
Du trägst ein farbloses Panzerkleid
Und hast ein bekümmertes altes Gesicht,
Als wüsstest du um kommendes Leid.
Seestütchen! Schnörkelchen! Ringelnass!
Wann war wohl das?
Und wer bedauert wohl später meine restlichen Knochen?
Es ist beinahe so, dass ich weine -
Lollo hat das vertrocknete, kleine
Schmerzverkrümmte Seepferd zerbrochen.
- Joachim Ringelnatz -
Danke für den Gedankenanstoß, liebe Siegi!
Montag, 28. Oktober 2013
Silent Inside
for all these years
frozen still
from all those fears
time to shine
it's okay, the tears
you yearn and you hear
your spirit, a fire,
must burn.
by J.J. Bentley
Donnerstag, 20. Juni 2013
Into The Void
Reiß mich mit in den Sog deiner Eiseskälte, das alles erlösende
Nichts.
Kein Trost, aber auch kein Schmerz.
Auf dass ich wieder werde, der ich nie war.
Jetzt und in alle Ewigkeit.
Mittwoch, 24. Oktober 2012
Gedicht
im schmerz der zeit
vergangenheit erzeugt die jahre
ohne gnade wächst das hassen
kinderherz
-- ertränkt im schein --
du bleibst verlassen -
- und allein
Rolf Röschke (2003)
Dienstag, 11. September 2012
DARK SKY - Aachen [Black Coluds]
BLACK CLOUDS
It´s been dry for three weeks and a day
for heavy rain to come I pray
Present, future, past
- lost any hope at last
No more ability to cry,
staring only at the sky
BLACK CLOUDS COME TAKE ME AWAY
FOR A BETTER TOMORROW ONE DAY
Lightning, come pierce my sinner´s heart
Unlock my soul´s prison for a new start
Summer winds, cool my memories
Take me to a place, where I may find peace
Let my soul dissolve in rain
to take away my pain
BLACK CLOUDS COME TAKE ME AWAY
FOR A BETTER TOMORROW ONE DAY
Icecold water from the skies,
come drown all poison flowers and lies
Let it rain, wash away my fate,
clear all sorrows and hate
Thunderstorm, take my soul on your wings
Back in my past, I´d correct many things
BLACK CLOUDS COME TAKE ME AWAY
FOR A BETTER TOMORROW ONE DAY
© 2005 by Francis Craig
Samstag, 24. September 2011
REQUIEM by Robert Louis Stevenson
Under the wide and starry sky,
Dig the grave and let me lie.
Glad did I live and gladly die,
And I laid me down with a will.
This be the verse you grave for me:
Here he lies where he longed to be;
Home is the sailor, home from the sea,
And the hunter home from the hill.
Montag, 23. Mai 2011
Si j 'etais
Ein wunderschönes Gedicht!
SI J' ETAIS
Si j'étais goutte de rosée,
Je dormirais au coeur des lis
Et je connaîtrai les pensées
Qui sentent bon dans leur calice.
Si j'étais la brise d'avril,
Je caresserais doucement
Les mains des aïeules qui prient,
les boucles des petits enfants.
Si j'étais le soleil d'été,
Je polirais si bien les fruits
Qu'en leur miroir courbe et doré
Chacun pourrait voir ses amis.
Si j'étais... ah ! je voudrais être
Princesse, fée, ondine, oiseau,
Et m'exalter comme un drapeau
Qui claque de joie aux fenêtres.
Maurice Carême.
Samstag, 23. April 2011
Alien Tears
Habe mir eben den Film "Paul, ein Alien auf der Flucht" angesehen. Am Ende des Films musste ich wieder bitterlich weinen. Ich möchte auch eines Tages ein richtiger Mensch sein - der auch Glück erfahren darf!
Hierzu fällt mir das Gedicht "Ballad Of Reading Goal" von Oscar Wilde ein.
Zitat aus dem Text:
To Life's appointed bourne:
And alien tears will fill for him
Pity's long-broken urn,
For his mourners be outcast men,
And outcasts always mourn."
Sonntag, 27. Februar 2011
Das Alien in mir
Ich sehe aus wie ein Mensch, und körperlich spricht auch alles dafür, dass ich einer bin. Allerdings fühle ich (mich) nicht so. Und da ich auch kein Tier bin, muss ich sicherlich ein Außerirdischer sein.
Wenn ich die Menschen sehe, die auf der Straße eilig vorbeihuschen -kleine und große, dicke und dünne, arme und reiche, so bin ich zwar
Beobachter, aber kein Teil von ihnen.
Jede dieser "Ameisen im großen Haufen" hat eine Aufgabe, eine
Bestimmung. Jeder dieser Menschen ist ein kleines Zahnrad in der
großen Maschinerie.
Jedes dieser Individuen hat irgendwie eine Zukunft
- sei sie positiv oder negativ.
All´ diese Eigenschaften scheinen nicht auf mich zuzutreffen.
Ich habe zwar ein Morgen, aber keine Zukunft.
Es gab eine Zeit, da lebten noch andere meiner Art auf der Erde.
Doch sie sind alle tot.
Und obwohl ich nicht immer in Frieden mit ihnen gelebt habe,
so vermisse ich sie doch sehr.
Von welchem Stern mag ich wohl kommen?
Manchmal frage ich mich, ob es dort noch andere Aliens gibt...
Francis Craig 2005