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Sonntag, 4. Februar 2018

wie es ist...

Stellt Euch, für einen Moment, mal vor, Ihr würdet morgens aufwachen, und Euer Partner/Eure Partnerin läge plötzlich nicht mehr an Eurer Seite.

Ihr würdet versuchen, die Person anzurufen, aber ihr würdet die Handynummer nicht mehr wissen/finden.
Das könntet Ihr auch nicht, denn Ihr hättet plötzlich keine/n Freund/Freundin mehr - diese/r hätte nie existiert.

Ihr würdet Euch wundern, aber dennoch aufstehen wollen, um zur Arbeit zu gehen. Auf dem Weg nach draußen würdet Ihr Euch wundern, wo Euer Auto ist. Dann plötzlich wird Euch klar, dass Ihr gar keinen Wagen besitzt.
"Nun gut, dann fahre ich eben mit dem Bus", denkt ihr, schon ziemlich irritiert.
Auf dem Weg zur Bushaltestelle hättet Ihr auch plötzlich vergessen, wo ihr arbeitet. Und - Ihr ahnt es schon - Ihr habt gar keine Arbeit.
"Nun gut, dann gehe ich eben erstmal für heute Einkaufen", denkt Ihr. Ihr schaut in Euer Portemonnaie: Noch € 3,50 sind drin [ist genau der Betrag, den ihr pro Tag zum Leben zur Verfügung habt]. "Hhhhhm, hatte ich da gestern Abend nicht noch 50 Euro oder mehr drin?!", rattert es in Eurem Kopf.
"Das reicht doch nie und nimmer , damit ich einen ganzen Tag lang satt werde.", denkt Ihr, allmählich schon ziemlich missmutig. "Am besten ich rufe mal meinen Vater an und frage ihn, ob er mir mit ein paar Euro für heute aushelfen kann...".
Dann wird Euch klar, dass Ihr auch keine Eltern (und auch keine Geschwister oder andere Familie) mehr habt.
Ziemlich frustriert geht Ihr zum Supermarkt und versucht, so gut und sättigend (und ungesund) es für 3,50 € geht, einzukaufen, nur um halbwegs satt durch den Tag zu kommen.

Zu Hause wieder angekommen, macht ihr den Rechner an. Ihr seid bei sämtlichen sozialen Netzwerken (wie z.B. Facebook, twitter, Tumblr etc.) registriert.
Zuerst schaut Ihr bei Facebook rein: Gestern habt Ihr sehr viel gepostet.
"Oh geil! 2 neue Benachrichtigungen!", entdeckt Ihr auf der Seitenleiste oben rechts.
Als Ihr darauf klickt, offenbart sich Euch, dass 'Lieschen Müller Beitrag X ebenfalls kommentiert hat' und die 'Gruppe Y jetzt ihren Namen geändert hat'...
Also geht Ihr weiter auf twitter. Auch dort habt Ihr recht viele "Freunde" bzw. Follower. Aber es sind leider immer nur die selben 2 Personen,die regelmäßig kommentieren und liken.
In den anderen Netzwerken sieht es noch viel schlechter aus.
Ihr habt so viele Interessen, darunter Film, TV und Musik. Aber scheinbar gibt es so gut wie niemanden, der diese Interessen teilt.
Und ca. 99 %  Eurer Internet"freunde" ist Eure Person, Eure Vorlieben und Eure Abneigungen aber auch so was von egal, das glaubt Ihr gar nicht.
... und was Liebe und Freundschaft im sog. echten Leben betrifft (natürlich seid Ihr auch bei Tinder & Co), so ist schon seit mehr als 30 Jahren aber auch sowas von tote Hose - das hättet Ihr selbst nie für möglich gehalten.

Das ist Euer Leben, Tag ein aus, ab sofort, seit Jahrzehnten.
Ihr werdet ab sofort natürlich alles versuchen, um so nicht weiter leben zu müssen. Aber nach ein paar Jahrzehnten voller Bemühungen und ständigen Enttäuschungen werdet Ihr einsehen müssen, dass, egal was Ihr tut, einfach kein Entkommen möglich ist.

Wisst Ihr nun, wie ich mich fühle und warum ich so bin, wie ich bin?


Sonntag, 26. Oktober 2014

Geliebt werden

Ich möchte doch nur ein einziges Mal in meinem derzeitigen Leben auch geliebt werden.
Lieber Goth, was mache ich falsch?

Freitag, 3. Januar 2014

Sozialsurrogat

Wenn man mal bei Facebook (oder einem anderen sozialen Netzwerk, auf dem man viel postet) gesperrt* ist, weiß man erst wirklich wie es ist, keine Freunde und kein Leben in der realen Welt zu haben.
...unendliche Leere


  *weil angeblich jemand Fremdes unter
   meinem Namen versucht hätte, sich
   einzuloggen

Montag, 16. Dezember 2013

Pheromone

Ich beobachte jetzt, wenn man das so nennen kann, schon seit Jahren die Wohnung auf der Etage direkt gegenüber von mir. Es ist eigentlich eine typische Studentenbude. Der erste Mieter, als ich 2005 in der Jakobstraße eingezogen bin, war Herr Sommer. Herr Sommer wirkte studentisch und verlor ständig seinen Haustürschlüssel. Außerdem war Herr Sommer laut. Er war auch gleichzeitig mein längster Nachbar. Im Jahr 2012 zog dann Rotkäppchen ein (ich nannte die junge Frau für mich selbst immer so, weil sie am Anfang immer ein rotes Lodenmäntelchen trug). Rotkäppchen musste wohl Krankenschwester oder etwas in der Richtung sein, denn wochenweise stand Rotkäppchen schon um 4.30 Uhr auf (ja, ihr merkt, liebe Freunde - die Wände in unserem Haus sind sehr dünn). Aber Rotkäppchen blieb nicht lange - nach einem guten Jahr zog sie wieder aus (hatte wohl einen Freund gefunden und zog nun zu ihm in die Wohnung). Darauf folge Anfang 2013 Herr Vogel, ebenfalls ein studentischer, sehr hoch gewachsener junger Mann mir Nerd-Ausstrahlung. Herr Vogel war insofern sehr angenehem, da man ihn fast nicht hörte. Aber auch Herr Vogel ist seit ca. 2 Wochen wieder in Umzugsvorbereitungen. Eben hörte ich zufällig, dass Herr Vogel im Treppenhaus zu seiner Begleitung sagte, dass er "die Bude jetzt ja nicht mehr brauche", da er "zu seiner Freundin gezogen" sei.


Es ist doch immer das Gleiche: Menschen leben kurze Zeit alleine, verlieben sich, finden einen Partner, ziehen zusammen, heiraten und und und...

Ich will nicht damit sagen, dass dies immer und für alle erstrebenswert ist und dass dann immer alle auf Dauer glücklich werden, aber so verläuft es doch zunächst in der Mehrzahl der Fälle.

Ich wünsche mir auch einmal so etwas.
Ich habe es satt, immer allein sein zu müssen.

Montag, 4. November 2013

Verbotene Liebe

Ich habe mir - mehr oder weniger aus Langeweile - angewöhnt, wenn ich tagsüber Zeit habe bzw. daran denke und vor dem Rechner sitze, Verbotene Liebe in der ARD anzuschauen. Klar ist das "Hasufrauen-" bzw. "Teenager-TV" und furchtbar kitschig. Aber jedes Mal, wenn neue glückliche und unglückliche Herzensverbindungen und die entsprechenden Verwicklungen gezeigt werden, fiebere ich innerlich mit ... und wünsche mir so sehr, dass auch ich einmal Liebe geben darf - und geliebt werde. Aber wahrscheinlich ist das zu viel verlangt, eine neutte Partnerin zu finden, wenn man übergewichtig ist...

Sonntag, 6. Oktober 2013

Unzufriedenheit

Heute habe ich mich - im Nachhinein - dabei ertappt, wie ich unbewusst im Internet Streit gesucht habe. Keine gute Situation derzeit. Wenn man sich selbst nicht leiden kann, ist auch das Glas des anderen immer voller... - wenn Ihr versteht wie ich da meine.

Samstag, 29. September 2012

Mehrsamkeit zum Jahreswechsel - oder: ein frommer Weihnachtswunsch

In gut 10 Wochen ist schon wieder Weihnachten. Ich habe mir, wie eigentklich jedes Jahr, vorgenommen, Heiligabend (und wenn möglich auch die Zeit "zwischen den Tagen") nicht alleine zu verbringen. Das hoffe ich zwar jedes Jahr bzw. nehme mir es vor, aber dieses Jahr (sollte die Menschheit den 21.12.2012 überhaupt überleben) ist es mir irgendwie ein größeres Anliegen als sonst.
Sehr viele Möglichkeiten (wie z.B. eine schöne Reise, bei guten Freunden oder gar einer Familie) habe ich leider - aus verschiedenen Gründen - nicht, aber dennoch: Weihnachten 2012 würde ich gerne mit anderen Menschen verbringen - und nicht "...nur im Traum", wie es in einem alten deutschen Weihnachtschanson heißt.
Am liebsten wäre dies natürlich mit einer lieben Partnerin. Was das betrifft, so muss "der alte Mann" da oben wohl jedes Jahr vergessen haben, sein Hörgerärt anzustellen, als ich darum bat... Wie dem auch sei; mit (noch) fremden Menschen wär's auch ok - nur nicht alleine...


Aber wie sagt Franz Beckenbauer immer so schön:
"Ja, ist denn heut' scho Weihnachten?"
- NEIN.

Montag, 17. September 2012

Lieben

Die Menschen denken immer, dass einen Menschen zu verlieren, den man liebt, das Schmerzhafteste im Leben ist. Die Wahrheit ist aber, dass man sich im Prozess jemanden zu stark zu lieben verliert ... und dabei vergisst, dass man selbst einzigartig ist.


Sonntag, 28. August 2011

Warum?

Irgendwie ist im Moment alles scheiße und ich fühl' mich tierisch allein'.
Ich habe wieder den ganzen Tag für mich inne Bude gesessen. Wo soll ich
denn auch hin - so ganz ohne Geld und ohne Anhang??
Manchmal oft beneide ich die Menschen, die im wahren Leben Freunde ha-
ben - muss schön sein, so etwas.

Nun, so habe ich also den gesamten "Tag des Herrn" mutterseelen allein mit meinem Computerspiel verbracht... und dabei mein Radio gehört - hört ja sonst auch kein Schwein (dabei hatte ich heute so ein schönes Programm zusammengestellt).

Schön ist wirklich anders(!).



Damien Rice - 9 Crimes




Montag, 25. Juli 2011

Der silbergraue Luchs [The silvershade lynx]

In diesem Video findet sich eine gute Widerspiegelung dessen, wie ich
mich sehr oft fühle: ganz alleine - und ohne Familie...

Donnerstag, 23. Juni 2011

...fad

Echt tote Hose heute. Habe zwar die (Geburtstags-) Party der Nachbarn (mehr schlecht als recht) hinter mir, aber heute ist echt nichts los - ohne Moss nichts los, wie man so schön sagt.

Ist echt fad. Hab eben noch ein bisschen "Duke Nukem Forever" gespielt - und freue mich später dann noch auf "F.E.A.R. 3". Dann, die Nacht, vielleicht noch ein Film
- oder zwei.
Dennoch ist meine derzeitige (einsame) Lebenssituation alles andere als erheiternd: alle 5 Minuten die E-Mails checken (ist ja doch meistens nichts Neues) - und dann immer mal bei Facebook nach den Updates schauen (hatte ich übrigens schon erwähnt, dass ich FB gar nicht sooo dolle finde?!).

Nun ja, ein erfülltes, aktives Leben - mit Freunden - sieht irgendwie anders aus, oder?

Freitag, 13. Mai 2011

Der Nerd und die Leere

Was würde ein einsamer Nerd wie ich nur machen ohne Alkohol,
Drogen oder die geliebten virtuellen Welten... ?!


Samstag, 7. Mai 2011

Sehnsucht

Habe eben bei facebook gelesen, dass eine Bekannte von mir (die einen neuen Freund gefunden hat) heute zwanglos, zusammen mit den Kindern, über die Aachener Frühjahrskirmes ("Bend") schlendert, danach gemütliche Zweisamkeit mit einem leckeren Abendessen genießt - und danach mit ihrem Freund gemeinsam Tanzen geht.

Ich möchte sowas auch haben.
Ich bin einsam.
Ich möchte auch geliebt werden.
Warum habe ich sowas nicht??