Freitag, 5. August 2011

Die kleine Kneipe an unserer Ecke

- eine aussterbende Art??

Als ich neulich wieder durch die heiligen Straßen unserer Stadt wandelte, kam ich, wie beinahe täglich, an der kleinen Kneipe bei uns um die Ecke vorbei. Fast wäre ich über einen dort "entlaufenen" Pudel gestolpert. Die Rentnerin, der das Tier gehörte, konnte den Hund aber schon bald wieder einfangen.

Dieses kleine Erlebnis hat mich dazu veranlasst einmal näher über Aachens kleine Kneipen (die übrigens immer weniger werden) - und ihre Stammkundschaft, meist im Rentenalter, nachzudenken...

Seien wir doch mal ehrlich: Kneipen sind unter dem jugendlichen Publikum ziemlich out: man geht "inne Disse", aufs Konzert oder direkt zum Festival. Wem das Geld für solche Veranstaltungen fehlt, der macht eine Facebook-Party - oder geht gleich in'n Park.

Überhaupt, das gemütliche "Bier umme Ecke" (oder zwei, oder drei, oder vier...) ist doch ziemlich out. Trinken heutzutage ist Krieg, ist Kampf. Komasaufen ist angesagt! Dazu noch ein nächsen Pep, ein paar "Teile" eingeschmissen usw... Filmriss garantiert.

Ich erinnere mich noch an das Aachener Kneipenleben in den 1990ern, als ich nachts als Taxifahrer unterwegs war. Junge, da war aber Highlife die ganze Nacht: Jupp kam von Kneipe A, wollte noch in Straße B die Gerda und dem Franz abholen, dann nach Kneipe C. Später wieder abholen von Kneipe C, noch üner Kneipe D und dann alle zusammen zum Katerfrühstück nach Kneipe E...

Irgendwie schade - ein Stück Nostalgie stirbt aus.





(auch zu lesen auf http://www.shitblogging.de)   
http://francis-welt.blog.de/2011/08/05/kleine-kneipe-ecke-11615120/


Westernhagen - Hier in der Kneipe fühl ich mich frei


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