Samstag, 16. April 2011

Dämonen

Nun sitze ich seit einigen Tagen wieder daheim in meiner Wohnung in Aachen.
Mein derzeitiges Leben besteht hauptsächlich aus Fernsehen, Schlafen, Essen - in dieser Reihenfolge. Da "Fridolin III." vorerst ja weg ist (wahrscheinlich kann ich aber den von Klaus geliehenen Rechner in absehbarer Zeit wieder haben), habe ich auf eine "Ultima Ratio", nänmlich "Fridolin I.", zurückgegriffen: ein Uralt-Pentium II - mit 250 MB(!) Arbeitsspeicher. Alles ist irgendwie wie Rudolf Scharping: "langsaaaam, gaaanz langsam". Einige Programme bzw. Dateiverarbeitungen, die ich in früher in 6 Minuten abgeschlossen hätte, dauern jetzt (sprichwörtlich) 3 Stunden. Einige Applikationen kann ich gar nicht starten, Spielen ist nicht - und auch youtube z.B. ist mehr eine Diashow als eine flüssige Filmdarstellung. Echt doof!

Die ständige und plötzlich aufgetretene Müdigkeit (obwohl ich ausreichend schlafe) gibt mir allerdings zu denken. Zuerst dachte ich, es läge an den täglichen, hochdosierten Anti-Thrombose-Spritzen, die ich mir täglich in den Bauch jagen muss, diese verdünnen ja das Blut. Mein Arzt meint allerdings, dass die Ursache woanders - möglicherweise an anderer Stelle zu suchen sei (Diabetes??). Meine Zuckerwerte waren bei der letzten Senkung zwar (noch) normal =138, aber dennoch ist für den 23.04. ein erneutes großes Blutbild angesagt.

Ich habe derzeit auch viel Zeit zum Nachchdenken.
Daher habe ich mal darüber nachgedacht, wie ich meine Freunde in der Vergangenheit behandelt habe(!).
Nun gut, ich habe es seit meiner Kindheit hauptsächlich mit Soziopathen und vor allem Narzissten zu tun gehabt (hat dies etwa im Lauf meiner Entwicklung auch auf mich angefärbt?). Dennoch gilt ja: "Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus"(!).
Klar, auch ich war nicht immer fair, speziell zu meinen Eltern. Besonders in der Form, dass ich Geld gestohlen habe.
Klar, auch ich habe mich seinerzeit (von 1992 - 2004), besonders was Finanzen und Schuldenrückzahlung betrifft, nicht immer korrekt gegenüber meinem "besten" Freund, Ralf J. verhalten. Dennoch weiß ich spätestens heute, dass er ein pathologischer, extrem selbstverliebter Narzisst mit einem Hang zur Dissozialität war/ist. Klar, besonders am Schluss war mein Verhalten ziemlich scheiße, diese Re-Aktionen kamen aber eigentlich erst so richtig bewusst von mir, nachdem er mich echt wie Scheiße behandelt hatte, als ich ihn - wegen Wohnungslosigkeit - am meisten gebraucht hätte (besonders übel ist mir in diesem Zusammenhang auch der Spruch, dass meine Hunde 'Drecksköter' seien, aufgestoßen!).
Egal, was ich auch "Böses" in seinen Augen gemacht bzw. wie sehr ich seinen Stolz verletzt habe sollte, was er dann aber gemacht hat, war niederträchtig: Er hat mich bei der Polizei einer Straftat bezichtigt, die ich nicht getan habe - und mein "geheimes Negerkonto" dort angezeit - auf dem allerdings schon seit Jahren kein einziger Cent mehr drauf war.
So bin ich in beiden Fällen ohne Konsequenzen davongekommen. Eine echte Sauerei - besonders unter sog. Freunden, ist es aber allemal. Wie ich finde, ein echtes Armutszeugnis für ihn!
Ein Armutszeugnis im metaphorischen wie auch wörtlichen Sinne habe ich mir die letzten Wochen allerdings auch selbst ausgestellt.
Meine gute Bekannte Astrid hatte mir über einen ihrer Bekannten einen alten Rechner organisiert. Dazu musste dieser Freund allerdings eine neue Grafikkarte besorgen. Nun war es nur fair, dass ich diese 60 Euro dafür übernehmen sollte (ansonsten würden keine weiteren Kosten für mich anfallen). Normalerweise war abgesprochen, dass ich das Geld geben sollte - und dann von Willi, die GraKa besorgt werden sollte. Dieser hat dann abner - ohne vorherige Rückfrage - die Karte bereits von seinem eignenen Geld besorgt bzw. vorgestreckt.
Nun gut, ich war die letzten Wochen auch wirklich knapp (gerade weil ich auch Besorgungen/Vorbereitungen für die Reha machen musste), und so richtig "gepasst" hatten die 60 Mücken auch nicht wirklich. Dennoch habe ich falsche Prioritäten gesetzt - und Astrid immer wieder vertröstet. Selbst als ich, kurz vor der Abfahrt in die Klinik, das Geld "übrig" gehabt hätte, habe ich andere Dinge, wie z.B. die für den Sport dringend benötigten Turnschuhe oder das "Zweit-T-Shirt", davon gekauft (bzw. kaufen wollen - dass dann die gesamte Kphle für (Rück-)Fahrtkosten und Arztgebühren draufgehen würde, konnte ich zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht wissen!).
Dass Astrid nun ihrerseits bei Willi schlechten Karten hatte - und stinksauer auf mich war -, kann man allerdings gut nachvollziehen. Zuerst wollte ich mich gar nicht mehr bei ihr melden - und mich einfach davonstehlen. Dennoch habe ich mich, nach langem Grübeln, dazu entschlossen, den Kontakt zu ihr aufzunehmen und mich zu entschuldigen.
Zwischenzeitlich habe ich ihr übrigens die 60 Euro zugeschickt - und mich entschuldigt. Sie hat meine Entschuldigung angenommen!

Auf dem Sozialamt hat man mir übrigens diesmal schnell und unbürokratisch geholfen, indem man mir auf unkomplizierte Art und Weise mein reguläres "Restgeld" (was ja jetzt, da ich nicht mehr in der Klinik bin und dort kein Essen mehr bekomme, wieder erheblich höher ist) ausgezahlt hat.

Eine sehr schlechte Nachricht habe ich allerdings wieder bekommen:
meine Verrentung wurde für weitere 2 Jahre (ohne Untersuchung und nur nach Aktenlage) bestätigt/verlängert *grummel*

Schönen Gruß von Frildolin I. und von mir!

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