Samstag, 7. Mai 2011

Nirwana

Ich träumte, ich wäre mit meinem Hund in einem Wald unterwegs gewesen, hätte aber die Richtung verloren.
Irgenwann traf ich einen netten Herrn mit seinem Sohn. Die beiden hatten, neben einem alten Fahrrad, einen Hund, der meinem stark ähnelte. Die Tiere spielten zusammen. Irgenwann fragte der Mann mich, ob er mir sein altes Fahrrad einmal leihen solle, damit ich besser voran käme. Ich bejate.
Da das Rad aber nun schon sehr alt war, kam ich nur langsam voran. Dann fragte der Junge mich, ob sie mich ein wenig auf meinem Heimweg begleiten dürften. Ich hatte nichts dagegen.
Irgendwann auf unserem Weg sagte mir der Mann, dass er eine Abkürzung kenne, die mich schneller heim brächte - sie führe allerdings durch ein verlassenes Haus. Dies machte mir nichts aus, denn ich wollte jetzt nur schnell nach nach Hause.
Als wir das weiße, im Hang gelegene Haus mit seinen langen Fluren betraten, mutete es mir ein wenig wie ein Museum an. Prunkvolle historische Gemälde an der Wand - links und rechts Glasvitrinen mit den verschiedensten Ausstellungsgegenständen. Als ich den Mann fragte, ob dies eine öffentliche Ausstellung sei, entgegenete er mir "nicht öffentlich, aber so etwas ähnliches wie eine Ausstellung...".
Am Ende unseres Weges musste ich feststellen, dass das Ende des Gebäudes in einer Sackgasse mündete. Ich wollte meine zwei Begleiter fragen, wie ich denn so meinen Weg, meine Abkürzung forsetzen solle, aber ... sie warten verschwunden.
Im Bereich des Flurs, auf dem ich mich befand, gab es viele Türen. Ich öffnete die erst beste. Eine Frau mittleren Alters mit halblanngen dunkelrot gefärbten Haaren saß an einem Tisch. Sie schien mich zu kennen und begrüßte mich freundlich mit meinem Namen. Ich fragte sie, was all dies zu bedeuten hätte - und wie ich so nun schnell nach Hause könnte.
"Nach Hause??", runzelte sie die Stirn. "Sieh doch mal aus dem Fenster und schau dir die Autokennzeichen an, du bist nichtmal mehr in Aachen!" Ich schaute hinaus. Tatsächlich, die Nummernschilder der geparkten Fahrzeuge trugen alle ein "F" als erstes Zeichen.
Ich stellte sehr viele Fragen. Die Beantwortung der meisten blieb mir die Hausherrin allerdings schuldig. Dann fragte sie mich, ob ich hungrig sei. Ich bejate. Daraufhin verschwand sie in eins der Zimmer.
Ich sah mich weiter im Haus um. Einige Türen standen offen. In einem der Räume sah ich eine sehr alte Frau in einem Bett liegen. Neben ihr stand eine junge. Ich fragte, ob ich eintreten dürfe.Die junge Frau sagte "Nein".
Irgenwann kam auch die etwas ältere Frau zurück. Aber sie war nicht allein, denn sie hatte den Sohn des Herrn mitgebracht, den ich zuvor auch auf meinem Weg getroffen hatte. Ich flüsterte ihm zu und fragte, ob er mir denn erklären könne, was hier vor sich ginge. Er sagte, dass ich noch Antworten auf alle meine Fragen bekommen würde, ich müsse nur Geduld haben.

Später, beim Essen, traf ich noch andere Menschen, auch die junge Frau, auf die ich zuvor in dem Zimmer mit dem Bett getroffen war.
Auch sie fragte ich, ob sie eine Erklärung für mich hätte. Da sagte sie, ich solle doch mal aus dem Fenster sehen. Ich schaute hinaus und sah die Waldgabelung, auf der ich den Mann mit seinem Sohn getroffen hatte. Jetzt sah ich, verdeckt von Zweigen, den Ansatz von Beinen auf der Erde liegen. Dieser Mensch, der doch lag, trug die selben Turnschuhe wie ich...
Als ich dies bemerkte, erschrak ich und fragte, ob ich denn jemals in die Welt dort draußen zurückkehren dürfe. Sie sagte mir: "Ja, aber nur immer ganz kurz, nur einmal im Jahr - und frühestens nach einem Jahr. Außerdem wirst du unsichtbar für die Menschen "da draußen" sein"...

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