Donnerstag, 26. Mai 2011

Paranoide Schizophrenie

Heute habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie glaubwürdig es wohl wäre, wenn jemand käme und öffentlich behaupten würde, er sei der Sohn Gottes - und könne Wunder vollbringen. Ich glaube, das würde - grundsätzlich - wohl niemand glauben, ganz besonders nicht die Sache mit den Wundern.
Ich denke, wenn heutzutage jemand so etwas behaupten würde - und da könnte er noch so charismatisch sein -, liefe er schon fast Gefahr, zwangsweise eingewiesen zu werden, und zwar mit der Diagnose "Paranoide Schizophrenie (F 20.0)".

Hier eine schöne Textpassage aus dem Buch "Als wir träumten"
(das ich gerade lese), die mir spontan dazu einfällt:

...Paul bremste, die Reifen quietschten und er schaltete runter ín den Zweiten.
>>Jetzt pass doch auf, Mensch!<< Ich legte meine Hand auf seinen Arm. >>Tut mir Leid, bin bisschen runter.<< >>Bin ich auch<<, sagte ich, >>musst uns aber nicht totfahren.<< >>Pass schon auf<<, sagte er. Rico hatte das auch immer gesagt, wenn er uns mit einer geklauten oder halb legalen Karre zu Walter auf den Friedhof gefahren hatte, denn meistens hatte er was gesoffen oder was genommen. Jedes Mal hatte ich gebetet, dass wir lebend oder nur leicht verletzt nach Hause kommen, obwohl ich Gott nicht kannte und auch nicht an ihn glaubte. Walter hatte mal an Gott geglaubt, zum Schluss nur noch ein kleines bisschen, aber es hatte im nichts gebracht.




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